EINZELTITEL
Morphosen. Texte  [edition sisyphos, Köln 2002]
vereinzelt Passanten  Gedichte  [KOOKbooks, Berlin 2004]
Fragmentierte Gewässer  Gedichte  [Berlin Verlag 2007]
Torp  Skizzen  [sukultur, Berlin 2009]
Frenetische Stille  Gedichte  [Berlin Verlag 2010]
Torp  [Verlagshaus J. Frank, Berlin 2010]


HERAUSGABEN

Schwerkraft  Junge amerikanische Lyrik  [Jung und Jung, Salzburg 2007]
Hermetisch offen  Poetiken junger deutschsprachiger AutorInnen  [Verlagshaus J. Frank, Berlin 2008]
Neubuch  Neue junge Lyrik  [yedermann, München 2008]
Die Schönheit ein deutliches Rauschen  Ostseegedichte  [Connewitzer Verlagsbuchhandlung 2010]
Schneegedichte  [Schöffling 2011]


ÜBERSETZUNGEN
Denise Duhamel  Barbieland  [sukultur, Berlin 2005]
Jeffrey McDaniel  Siamesische Gegensätze  [sukultur, Berlin 2006]
Billy Collins  Schnee schaufeln mit Buddha  [Edition Erata, Leipzig 2006]
Jeffrey McDaniel  Katastrophenkunde  [Lautsprecher, Stuttgart 2006]
Sarah Manguso  Elf hirschförmige Kekse  [sukultur, Berlin 2007]
David Lerner  Die anmutige Kurve eines Marschflugkörpers  [poetenladen, Leipzig 2008]
Arielle Greenberg  Stadt aus Papier  [luxbooks, Wiesbaden 2008]
Matthew Zapruder  Der Pyjamaist  [luxbooks, Wiesbaden 2009]
Sarah Manguso  Komm her o Klarheit!  [luxbooks, Wiesbaden 2009]
Forrest Gander  Als es dich gab  [luxbooks, Wiesbaden 2010]
Matthew Zapruder  Glühend  [
luxbooks, Wiesbaden 2011]
Sandra Beasley  Die Abtastnadel in der Rille eines traurigen Lieds  [hochroth, Berlin 2011]


KOLLABORATIONEN
Sarah Manguso: Zwei Arten von Verfall 
[Mit Annette Kühn, luxbooks, Wiesbaden 2010]


POETOLOGISCHES
Share Your Ego.  Poetologische Kollaboration mit Helwig Brunner  [4handschreiben. Bibliothek der Provinz]
cut: Zypressen, Pinien, Zitronenbäume. Poetologisches Polaroid  [BELLA triste 13]
Unterwegs im Ego Wide Web  [Zwischen den Zeilen 25]
Fünf Antworten auf Fragen von Johannes Frank  [www.belletristik-berlin.de]
Einmal um den Wonnegarten. Kompilation zum Thema Paradiese  [Lichtungen 109]
Som hvad dog? Impressionen aus Kopenhagen und Traduktionsmomenten   [Goethe-Institut Kopenhagen]
Den aktuellen Akutheiten auf der Spur. Gespräch mit Andreas Heidtmann  [poet 4]
Lyrik als Schmuggelgut. Christian Lux und Annette Kühn (luxbooks) im Interview  [poet 5]
Fragebogen  [Poesiealbum neu, 2008, Heft 1]
Fünf Antworten auf fünf Fragen von Carsten Klook  [www.textem.de]
Interview für Poetry International Rotterdam  [www.poetryinternationalweb.org]
Über das Nichtzurechtkommen-Zurechtkommen. Torp-Forschung auf dem TUBUK Blog  [blog.tubuk.com]
Literarischer Briefklub. Vier Briefe an Vasyl Lozynskyi  [Goethe-Institut Kiev]


VERTONUNGEN
Philipp Maintz: septemberalbum/ acht. Für Frauenstimme und Klavier  [Uraufführung: München 2006
   (Hochschule für Musik und Tanz). Partitur: Bärenreiter, Kassel 2006]
Ana Maria Rodriguez: Telegramm von einer See. Für Viola und Elektronik
   [Uraufführung: Poesiefestival Berlin 2007 (Kulturbrauerei). Weitere Aufführungen: Berlin 2008 (ohrenstrand
   HouseMusic, Theater o. N.), Berlin 2011 (lunch & after work Konzert, Literaturhaus)]
Ana Maria Rodriguez: Telegramm von einer See. Für Viola, Vibraphon, Trompete, Saxophon/ Bassklarinette
   und Elektronik  [Premiere: Konzerthaus Berlin 2007. Weitere Aufführung: New York 2007
   (Carnegie Hall: Zankel Hall)]
Ana Maria Rodriguez: Telegramm von einer See. Für Tape und Stimme
   [Uraufführung: Music as tapes,
vinyl and songs (Theater Zeebelt, Den Haag | Smart Project
   Space, Amsterdam | Stedelijk Museum, Den Bosch | Muziekzentrum Tonzaal, Den Bosch) 2012]

Ana Maria Rodriguez: Radiostation der vergessenen Städte. Für Trompete, Perkussion und Elektronik
   [Uraufführung: Deutschlandradio Kammermusiksaal, Köln 2009. Weitere Aufführungen: Donaueschinger
   Musiktage 2010 (Donauhallen), Berlin 2010 (ohrenstrand, Pfefferberg), Buenos Aires 2010 (Sound & Language,
   Centro Cultural Moca)]
Saskia Bladt: Fegewasser. Studie IIII. Klavierlied  [Uraufführung: Berlin 2010 (Universität der Künste,
   Interpretationsklasse von Axel Bauni)]
Philipp Maintz: septemberalbum. Lieder für Sopran und Klavier  [Uraufführung: Kasseler Musiktage 2010
   (Kulturbahnhof). Interpretin: Marisol Montalvo. Pianist: Markus Bellheim. Weitere Aufführungen: Theater Basel
   2010 (Gare du Nord), Tokyo 2011 (Opera Recital Hall), Nagayo 2011 (Denki Bunka Kaikan Concert Hall).
   Uraufführung der Ensemblefassung: Rom 2010 (Auditorium Parco della Musica).
   Partitur: Bärenreiter, Kassel 2010]


SONDERFORMEN
zweites urbanes Panneau.  Illustriert von Montsey (www.montsey.eu)  [Verlagshaus J. Frank, Berlin 2009]
kleine Schriften an C  [Edition Papperlapapp, Berlin 2010]





Hermann Wallmann: Im Grunde ist es eine Art multitasking-Lyrik. […] Früher hätte man aus jeder dieser Zeilen, die Ron Winkler schreibt, vielleicht ein eigenes Gedicht gemacht. […] Aber diese osmotische Beweglichkeit, oder die Einlässlichkeit, dass er sich auf Impulse einlässt, die er gar nicht unbedingt steuern kann, und die dann doch in dieser Intensität so etwas bilden wie einen nervösen Gedichtkörper, das leuchtet mir vollständig ein.
(WDR 3 Mosaik, 01.04.2011)


Frank Witzel: Es ist das Ephemere, das Vorübergehende, das Entstehen und Vergehen, das der Autor konstatiert und in Worte fasst.
(www.goethe.de/rayela, Juli 2010)


Henning Heske: Seine Gedichte sind im besten Sinne anders.
(www.fixpoetry.com, April 2010)


Tom Schulz: Hier haben wir Dichtung im Zeitalter der Globalisierung, die zwischen hoher Konzentration und lustvoller Abschweifung changiert. In poetischen Entwürfen, die Verwirrung stiften und Klarheit evozieren. Denn trotz aller möglichen Fachsprachen- und Fremdsprachenregister, die Winkler auf irritierend gekonnte Weise in eine Mixtur aus Bauhaus-Stühlen und darauf posierenden Dubuffet-Schafen verwandelt, wissen diese Texte um ihr sinnliches Potenzial.
(
www.poetenladen.de, 24.03.2010)


Carsten Klook: Ein Sprachraumforscher des 21. Jahrhunderts.
(ZEIT online, 24.03.2010)


Elena Philipp: Als Ron Winkler im Jahr 2005 den Leonce-und-Lena-Preis gewann, lobte die Jury, dass es ihm gelungen sei, »das Naturgedicht ein weiteres Mal zu aktualisieren und als Referenz eines modernen Lebensgefühls nutzbar zu machen«. Noch im neuesten Gedichtband, »Fragmentierte Gewässer«, meint man die Bewegung von der unmittelbaren Wahrnehmung etwa einer Küste zum Sprachbild zu erkennen – mit all den terminologischen und theoretischen Überformungen, die auch den Debütband »vereinzelt Passanten«, der 2004 bei kookbooks erschien, so echoreich und weiträumig, so jetztzeitig gemacht hatten.
Inzwischen hat sich die Natur zurückgezogen – es bleiben Sprachwelten, Sprachspiele. In manchen seiner neueren Gedichte siedelt das Phantastisch-Groteske; sie gehorchen einer Traumlogik, die disparate Bilder zu einer eigengesetzlichen, aber vollkommen glaubwürdigen Über- und Unterwelt formiert.
Ron Winklers Gedichte sind vollgültige Wortwelten, oder, um es in seinen Worten zu sagen: »Himmelskörper, die fast performativ Bedeutung abstrahlen«.
Sperrig in einem positiven Sinne sind seine Sprachgebilde: Wuchtige Worte, die wie Widerhaken im Text hängen, hemmen den Lesefluss und bringen, ja zwingen, zum Denken. »Hermetisch offen« hat Ron Winkler eine von ihm edierte Ausgabe der Zeitschrift »intendenzen« über die Poetiken junger Lyrikerinnen und Lyriker genannt. Für seine eigenen Gedichte wäre das die perfekte Formel.
(Moderationstext zur Lesung auf dem LAN-Festival, 29.05.2009)


Richard Kämmerlings: avanciert, sozial- und medienkritisch
(FAZ, 25.04.2009)


Daniel Bergner: Bei Ron Winkler sitzt einfach alles. Kaum ein Lyriker seiner Generation schafft es, mit derlei spitzkantigen, geschliffenen Zeilen aus einer pointiert intellektuellen Haltung emotionale Gewässer zu schaffen, die mitreißen und einen kleinen Weltgesang anstimmen, dem man sich nur zu gerne überlassen würde. Allein einlullend ist das Ganze nicht, man muss schon mitschwimmen, sonst verliert man den Gedanken auf seiner Reise zwischen Emotion, Intellektualität und purer Poesie.
(www.amazon.de, 19.09.2008)


Kathrin Schmidt: Seine Texte finden oft in der frappanten Montage phosphoreszierender und autochthoner Worte und Wortbestandteile zu selbstbestimmtem Leben. … Als würden Ur-Elemente der Dichtung – Liebe und Paarung, der Lauf der Jahreszeiten wie der Wolken am Himmel – allein durch den Kortex in Synthese mit apparativer Begrifflichkeit gebracht. Neues, gepresstes Material von großer Festigkeit entsteht, das aber in flexiblen poetischen Strukturen verbaut wird.
(LICHTUNGEN, Heft 115, Juni 2008)


Carsten Schwedes: In der Betrachtung des Bekannten wird das Wahrnehmen selbst zum Thema.
(www.titel-forum.de, Juli 2007)


Jan Drees: »Wie Farbfehler stehen schwarzweiße Kühe auf einer Wiese«, beschreibt Lyriker Ron Winkler seine »Provinz à la trance«. Landschaften sind großes Thema im Band »Fragmentierte Gewässer«, mit  Versen, für die eine Popband gegründet werden müsste: »Es gehört zur Natur der Dinge, dass in ihnen Metaphern blühen. Seit Jahrtausenden hält das den Modus Mond beschreibbar.« Diese Sätze gehören ins Ebbe-Portemonnaie und an die Kaffeemaschine als Guten-Morgen-Gruß. Oder man liest sie schwärmend dem angebeteten Schwarm vor: »über die Jahre hattest du deine Mückenstiche auf einer Schaufensterpuppe eingetragen.« Wunderschön. Für Fans von: Daniel Falb, Teichrosen und Peter Licht.
(www.einslive.de, 23.03.2007)


Franz Josef Czernin: Im Übrigen ist der Begriff Naturgedicht hier ziemlich leer. Man könnte ebensogut von einem Gehirnwissenschaftsgedicht, einem Physikgedicht usw reden.
(BELLA triste, Heft 17, Sonderausgabe zur deutschsprachigen Gegenwartslyrik, März 2007)


Brigitte Oleschinski: Die Gedichte schlagen die erstaunlichsten Funken aus den digitalisierten Feuersteinen und schweißen die seltsamsten poetischen Container daraus, verpackt in Rollrasen auf Selbstfahrlafette.
(BELLA triste, Heft 17)


Carola Wiemers: So fühlt man sich bei Winklers Gedichten mehrfach an Wittgensteins »Tractatus logico philosophicus« erinnert, denn das Er-schauen von Welt läuft über Bilder, die – ausgehend von wahrgenommenen Sachverhalten – als Sprache manifestiert werden. Dort hakt sich Winkler ein und tänzelt mit unglaublicher Vitalität und kesser Eleganz angenehm unakademisch auf sprachlichphilosophischem Parkett. Bei dieser »dance fiction« werden Pappeln am Horizont zum »Irokesengestrüpp« oder Wolken als »im Prinzip nichts« deklassiert, um eine Zeile später schon als »das gekonnt einfache Abbild einer Nässe« von signifikanter Bedeutung zu sein.
(Deutschlandradio Kultur, 02.03.2007)


Peer Feldhaus: Man nähert sich seinen assoziationsreichen Gedichtcollagen vielleicht am Besten, indem man versucht, seine Dichttechnik metaphorisch in einen Begriff zu fassen: So könnte man ihn einen sensiblen Bedeutungsarchitekten, originären Wortreisenden oder auch Perzeptions-Monteur für Deutungsbestandteile nennen. Winkler beobachtet mit idiomatischer Muße unsere Restfauna bei der Verrichtung ihres ontogenetischen Auftrags. … [Er] übersteigert seine Wahrnehmungsfülle am vertrauten Gegenstand. Diese Diskrepanz macht seine Lyrik besonders (ent)spannend. Eine gleichsam still erzappte Heimat wird nostalgisch in die eigene Sprachform gegossen und entschleunigt: Balsamierte Beobachtungen der norddeutschen Tiefebenen und der in ihnen hausenden Kreaturen ringen verwandten Begriffen und bekannten Alltagsphänomenen durch metonymische Eingriffe immer wieder neue Zusammenhänge ab. Er konstruiert so nicht selten ironisch-unterhaltsame Uneigentlichkeiten, denen man sich kontemplativ annähern kann, an denen man häufig fasziniert innehält und sich auch gern mal reflexiv abarbeitet.
(Die Berliner Literaturkritik, 16.02.2007)


Der Mondseer Lyrikpreis 2006 geht an Ron Winkler, dessen scheinbar kühle Gedichte durch die Reibung des Jargons des Informationszeitalters mit kühnen Bildfindungen poetische Themen und Sprechweisen auf unverwechselbare und irritierende Art in eine poesiefeindliche Wirklichkeit retten.
(Jurybegründung)


Paul Jandl: Ganz in der Gegenwart angekommen ist Ron Winklers überzeugende Kunst.
(Neue Zürcher Zeitung, 08.05.2006)


Hans Jürgen Balmes: Was mir an diesen Gedichten auffällt, ist so etwas wie ein virtueller Gestus. Wir haben es in den letzten Jahren erlebt, dass die Dichter oft das Gefühl hatten, sie müssten den Kehlkopf aufschneiden, um herauszufinden, wo die Dichtung herkommt. Hier geht einer genauso entschieden auf neue, neurologische, wahrnehmungspsychologische Ideen zu, aber er braucht dafür gar keinen Kehlkopf, sondern er ist davon überzeugt, dass Sprache und Wahrnehmung Gedichte ausmachen. … Er dekonstruiert unsere Wahrnehmungen in Informationseinheiten, die dann über das Keyboard der Poesie eingespeist werden können … aber auch Sprachgesten des Gedichts, die unmittelbar übersetzt werden. … Mich hat bei der Lektüre sehr angesprochen, wie Sprache wörtlich genommen wird – Sprache nicht nur als Material benutzt wird, das ganz bestimmte Bezeichnungen hat, die man einfach aufruft: sagt Tisch und jeder sieht einen Tisch. So wie er Tisch sagt, sieht man das Wort Tisch und zugleich den Tisch. … So entwickelt sich eine Vielschichtigkeit, die einerseits auf die Sprache rekurriert, auf unsere Wahrnehmung, auf die Konstruktion unserer Wahrnehmung durch Informationseinheiten, und die das wieder zurückbiegt in unseren Umgang mit diesen Informationen.
(Protokolliert beim Meraner Lyrikpreis 2006)


Bei Ron Winkler beeindruckte die exzellent komponierte Mixtur aus präzise und pointiert formulierten Bildern mit augenzwinkernd eingeworfenen Begriffen aus der modernen Informationsgesellschaft. Dadurch, und weil er in seinen Kompositionen die Freude quasi durch eine virtuelle Brille betrachtet, ist es ihm unter anderem gelungen, den etwas verstaubten Begriff der Ode für das Computerzeitalter zu aktualisieren.
(Jury des erostepost-Literaturpreises, Februar 2006)


Katharina Döbler: Bei Ron Winkler … bleibt von der Natur fast nur der Umriss, die »Springform der Wellen« übrig und von der Kreatur die hochaktuelle Formulierung, »die Katzen unverändert / per Sie mit ihrer Umgebung« und »die Vögel beenden den Tag im silent mode«. Winklers prinzipielle sprachliche Zeitgeistigkeit ist überwältigend, die Gefahr einer aus dem Pathos entstehenden Lächerlichkeit für uns Zeitgenossen völlig ausgeschlossen.
(Über die Preisträger des Literarischen März, Die Zeit, 14.04.2005)


Der Leonce-und-Lena-Preis 2005 geht an Ron Winkler. Geschult an der Tradition der deutschen Naturlyrik von der Romantik bis zur Naturmagischen Dichtung gelingt es ihm, das Naturgedicht ein weiteres Mal zu aktualisieren und als Referenz eines modernen Lebensgefühls nutzbar zu machen. Dabei sind die Analogien, von einer Landschaft auf einen Text und von einem Text auf eine Landschaft zu schließen, noch einmal unterbrochen von einem in Natur gestelltem Subjekt, das als meinungskompetente Person ebenso inszeniert wird wie als Rede- und Denkfigur. Beide Konfigurationen sind gekennzeichnet von Ironie und Selbstironie, Spiel und Komik sowie immer auch von existenzieller Ernsthaftigkeit. Denn: »Das Hinterland [ist] eine typische Amokfläche.«
(Begründung der Jury)


Peter Geist: Man lasse sich nicht durch die eingebundenen Begrifflichkeiten aus Sprach- und Texttheorien … täuschen: Nicht wissenschaftliches Erkenntnisinteresse grundiert die Texte, es ist nur einer der Haken, an denen die Ausflüge ins Exorbitante abgesichert werden … Das sind so Gedichte, die langsam am Gaumen zu schmecken hohen Genuss versprechen.
(Nachwort zu vereinzelt Passanten)


Gerhard Falkner: Die Gedichte Ron Winklers sind schön, egal ob der Satz, bei dem man sich gerade aufhält, ganz genau weiß, was damit gemeint ist. Sie übertreiben aber nicht mit ihrer Schönheit, diese ist vielmehr ein leiser Eintrag in lakonisch inszenierte Aufrisse von Welt.
(zu neueren Gedichten, 2004)